Es ist ein ganz besonderes Turnier, bei dem David Pichler erstmals einen Siegerpokal auf Challenger-Ebene entgegennehmen durfte. Die „Rafa Nadal Open“ sind nicht nur nach dem spanischen Tennis-Superstar Rafael Nadal benannt, sondern werden auch in dessen Akademie in Manacor (Mallorca) gespielt. „Die Woche war ein Wahnsinn. Wir haben in der ‚Rafa Nadal Academy‘ geschlafen, durften alle Einrichtungen benutzen. Die Plätze und auch die Organisation waren einfach super“, schwärmte Pichler von den Gegebenheiten auf der Balearen-Insel.
Der Doppel-Titel bei den „Rafa Nadal Open“ ist der größte Erfolg in Pichlers bisheriger Karriere. Nie zuvor war der 28-Jährige bei einem Challenger-Turnier erfolgreich gewesen. „Ich kann es nicht glauben, dass wir das Finale gewonnen und ich damit meinen ersten Challenger-Titel geholt habe“, sagte Pichler. Mit dem Erfolg wird er ab Montag in der Weltrangliste auch erstmals unter den besten 200 Doppel-Spielern der Welt zu finden sein.
Das Finale gegen das indisch-spanische Duo Chandrasekar/Vega-Hernandez war nichts für schwache Nerven. Die Entscheidung fiel erst im Match-Tiebreak, das laut David Pichler „sau eng“ war. „Es ging hin und her. Mal waren sie vorne, dann wieder wir. Zum Glück haben wir uns am Ende durchgesetzt“, betonte der 28-Jährige erleichtert.
Vor wenigen Monaten hatte David Pichler angekündigt, sich in Zukunft vermehrt auf das Doppel fokussieren zu wollen. Diese Veränderung scheint der Schlüssel zum derzeitigen Erfolg zu sein. Mit Jurij Rodionov, aktuell Österreichs zweitbestem Tennis-Profi laut Weltrangliste, spielte Pichler schon mehrfach zusammen. Das wolle man spätestens nach dem Erfolg in Mallorca auch künftig tun.
Nach 45 Doppel-Titel auf der untergeordneten „ITF-Tour“ konnte sich David Pichler jetzt über seinen ersten Challenger-Erfolg freuen. Und sogar zu einem kurzen Treffen mit Turnier-Gastgeber Rafael Nadal ist es nach dem Finale gekommen.
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