Was ist eigentlich die Wiener U-Bahn, die Straßenbahn oder der Bus mit den meisten Störungen? Die Wiener Linien wollen das nicht verraten. „Wir bitten um Verständnis, dass wir keine linienspezifische Auskünfte geben können“, heißt es dort auf campus a-Anfrage. Doch 2013 startete die Stadt Wien unter dem Titel „Open Data“ ein Projekt, das auch die Wiener Linien verpflichtete, alle Störungen zumindest theoretisch zugänglich zu machen.
Leicht zu finden sind die Daten nicht, doch Martin Piskernig, Professor für Mathematik und Informatik an der Universität Wien, sammelt sie seit damals akribisch. „Zum Beispiel für wissenschaftliche Arbeiten zu Verkehrs- oder Stadtentwicklungsthemen fragen Studierende sie immer wieder an“, erzählt er.
Eine Auswertung der hunderttausenden Daten über Verkehrsunfälle, Falschparker, schadhafte Fahrzeuge, Unfälle oder etwa Polizei- und Rettungseinsätze ergibt: In den vergangenen zwölf Monaten (1. Mai 2024 bis 30. April 2025) war die Wiener Linie mit den meisten Störungen die U6. Fast zwei Störungen täglich waren es im Schnitt, in Summe 674.
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